Willkommen beim Quernähen!
 

Aus dem Nähkästchen geplaudert
...von den Highlights in und um die Quernaht



 

2018 – alles anders?

Gute Vorsätze? Habe ich schon lange aufgegeben. Und doch muss ich noch eine Altlast von 2017 loswerden. Ja, ich habe ein Nähkästchen versprochen. Bitte schön, hier ist es.

Ihr glaubt, ich kann gar nichts schreiben, weil ich ein paar Kilometer weiter weg bin. Pah, ich weiß alles aus dem kleinen Örtchen im Süden! Naja, fast alles. Eine Sache ist irgendwie an mir vorbei geplant worden. Genau genommen sogar doppelt. Mein Geburtstagsurlaub! Ja, ich habe schon ein wenig seltsam geschaut, als Mama FREIWILLIG einen Adventskalender in den Norden gebracht hatte. Aber irgendwie dachte ich, dass 30 Jahre Erziehung einfach Wirkung gezeigt haben. (By the way: Danke an die kleinen Aufmerksamkeiten aus den Kursen!) Dass der Besuch aber viel mehr der zweiten Planung geschuldet war, kann ja keiner ahnen. Zweite Planung? Jep, Mama braucht Herausforderungen. Also sorge ich für Abwechslung und wechsel mal eben den Job. Achja, da sind die Kurse nicht ganz unschuldig daran. Das Thema wurde zuvor ja mehrfach diskutiert J Umso gerechter, wenn die Kurse dann gemeinsam mit Mama leiden. Da ist es doch nur gerecht, wenn die Kursteilnehmer auch während des Urlaubs ihren Anteil leisten müssen. ICH konnte schließlich schlecht im Vorfeld die Tages- und Ausflugsplanung übernehmen – selber Schuld! Also musste via WhatsApp der Ausflug in Deutschland und auf hoher See geplant werden. Nur in Abu Dhabi nicht. Da gibt es schließlich ein berühmtes Möbelhaus, dieses blau-gelbe, ihr wisst schon.

Apropos: Ein kleiner Exkurs nach Schweden. Ja, irgendwie ist seit wenigen Monaten alles ein wenig anders. Ich war doch tatsächlich alleine auf Möbelsuche. Dass ich die entsprechenden Möbel alleine in den Regalen finde und auch hinaustrage ist weniger überraschend, die Orientierungsprobleme haben andere…aber davon berichtete ich ja mehrfach. Die Überraschung ist viel mehr, die beiden Schränke sind in Meck-Pomm angekommen, aufgebaut (nach Plan!) und sehen aus wie auf den Fotos! Und sind nutzbar!

Also ihr seht: eigentlich ist 2018 nicht anders als 2017. Irgendwie wird’s in diesem Haus nie langweilig und doch funktioniert alles. Nur gehen wir eben andere Wege!

In diesem Sinne: ein frohes Neues!

Marc-Thorben
Januar 2018






Abschied auf Zeit

Ja, es fehlt etwas – oder besser – jemand in der Quernaht. Die ordnende Hand und die schlauen Ratschläge, wer vermisst sie nicht. Doch keine Sorge, das wird alles nachgeholt. Also zieht euch warm an, näht fleißig, damit die nächste Modenschau auch möglichst viel Zeit in Anspruch nimmt. Wie sonst soll ich all die schlauen Sprüche unterbringen?

Und doch habe ich die eine oder andere Sorgenfalte auf der Stirn: Ob ihr die Pyjama-Nacht ohne Essen übersteht? Wer soll bitte für Getränkenachschub sorgen? Obwohl: Die Sektflaschen finden komischerweise immer ihren Weg in die Quernaht. Merkwürdig… aber die leeren Flaschen müssen ja irgendwie zum Container gegenüber. Und ein ganz anderes Problem: Wer sammelt die Zebras an Fasching wieder ein und bringt sie zurück zur Herde? Aber keine Sorge: Man(n) hat ja Management studiert und weiß sich zu helfen. Die Spitzel sind überall, die Highlights dringen auch bis in den hohen Norden – und selbst in den Osten – vor.

Doch das Schönste an der Sache ist doch, die Vorfreude auf ein Wiedersehen. Was wird das ein Spaß, wenn die Kurse zur Begrüßung den Clubtanz aufführen und andere Choreografien lernen. Und noch viel besser: Wer sich so viel bewegt, der muss entsprechend für neue Energie sorgen. Ach, soooooo viel Apfelkuchen, das wird ein Fest!

Doch zuvor heißt es fleißig trainieren. Die Quernaht will schließlich mit der Staffel den Marathon absolvieren – nein, nicht den Nähmarathon, sondern den echten. Auch das wird ein Fest. Und wenn dann noch einzelne Teilnehmer, ja vielleicht sogar ganze Kurse, es schaffen, die Hausaufgaben zu machen und das Sportprogramm durchziehen, dann wird es ja sogar was mit Q3 – sprich dem neuen Kursraum. Der wird dann aber ganz ohne Nähmaschinen sein… Ich freu mich drauf!

So, damit aber genug von dem etwas anderen Nähkästchen. Ihr habt jetzt ein wenig Zeit zu trainieren und die Modenschau vorzubereiten. Also, ran ans Werk!

Marc-Thorben
Oktober 2017




Der Unterschied zwischen Ein- und Ausgang

Sommerpause = Ferienzeit?! Ja, außer man hat eine Mutter wie die meine. Denn Sommerpause heißt – mal wieder – Umbauzeit. Und weil wir Langeweile haben, machen wir diesmal gleich die komplette Quernaht samt Keller. Nein, wir räumen nicht nur Möbel um, wir tragen alle von A nach B, legen neuen Boden rein und räumen alles wieder zurück. Doch bevor das passiert müssen wir was machen? Falsch! Wir fahren nicht zu diesem schwedischen Möbelhaus. Also noch nicht.

Was viele Nähcafé-Besucher bislang nicht wussten, es gibt noch mehr Baumärkte und Möbelhäuser als diese vier gelben Buchstaben. Und weil das gewünschte Parkett in einem solchen zu finden ist, fahren wir also dorthin. Doof nur, dass wir die gesamte Quernaht neu ausstatten wollen. Heißt: Wir hätten gerne eine Palette von dem da! Wie viel? Ja, richtig gelesen. Eine Palette. Gibt schließlich Sonderrabatt, wenn man das als Ganzes abkauft. Wird dann sogar geliefert. Da werden erfahrene Träger hellhörig. Und natürlich kommt der berühmte Haken: Lieferung bis Bordsteinkante. Sprich: Irgendwann kommt ein Anruf der Mama, kannst du mal kurz vorbeikommen? Spätestens dann sollte man sich eine gute Ausrede zu Recht gelegt haben. Oder besser gleich dem Ganzen einen Riegel vorschieben, kann schließlich auch sein, dass man gerade auf der Arbeit ist, wenn die Lieferung kommt. Wenn es dann regnet, Chaos perfekt. Also Alternativlösung suchen. „Hey Mama, der Baumarkt liegt doch auf meinem Arbeitsweg. Fahr ich doch die nächsten drei Tage nach der Arbeit jeweils hier vorbei und hol die Pakete Häppchenweise.“ Passt nämlich irgendwie nicht ins Auto, die ganze Palette. Aber das Problem mit dem zu kleinen Auto ist ja schon ein altes Lied. Nun, was soll ich sagen: Auch in diesem Baumarkt grüßen sie mich schon und fragen, was der Umbau macht.

Nachdem das gesamte Parkett „angeliefert“ und anschließend verlegt wurde, heißt es: Quernaht wieder einräumen. Und weil Mama Langeweile hat, gibt es nun neben Q1 nun auch Q2. Die will aber auch mit Tischen und allem weiteren ausgestattet werden. Also doch wieder zu dem berühmten Möbelhaus. Natürlich in der Mittagspause. Liegt ja quasi bei meinem Arbeitgeber um die Ecke. „Wir treffen uns bei den Kassen.“ Nein, Mama. DAS ist der Ausgang. Man geht durch den Eingang hinein. Da kann man dann auch so einen Wagen mitnehmen und läuft nicht gegen den Strom. Ihr könnt es euch denken, ich habe sie grinsend beim Ausgang getroffen. Warum die Dinger eigentlich unterschiedliche Bezeichnungen haben, wen interessiert’s? Mittagspause beendet, zurück auf die Arbeit. Bissi länger gearbeitet, noch einen Abendtermin direkt im Anschluss wahrgenommen. Endlich Feierabend – ab nach Hause. Ins Auto eingestiegen. Uppps, da war ja noch was. Also mitten in der Nacht in die Quernaht gefahren, Ikea-Einkauf ausgeladen und dann endlich nach Hause. So viel zur Sommerpause.

P.S.: Und weil ich scheinbar so abgekämpft ausgesehen habe, meinte eine gewisse Kursteilnehmerin mir noch spontan die Haare schneiden zu wollen. Und nein, wir reden nicht von der gelernten Friseurin. Und ja, ich war just an diesem Tag bei einem „echten“ Friseur. Und nein, der hatte sich nicht verschnitten. Also nehmt es als Warnung, wenn die Mädels nach der Sommerpause zum ersten Mal wieder die Scheren in die Hand nehmen. Sie brauchen erst wieder Übung – oder eine Brille, um den Abstand richtig wahr zu nehmen. Der kann durchaus den Unterschied zwischen einem Scherz und der bitteren Wahrheit sein.

Marc-Thorben
September 2016



Früher war IKEA besser

Frei nach Loriot war in der Quernaht früher mehr Ikea! Definitiv. So selten wie dieses Jahr waren wir nie im schwedischen Möbelhaus. Angeblich war die Prinzessin mal alleine vor Ort gewesen. Ich ahne nichts Gutes. Das kann nur bedeuten: Ich habe mir da mal was rausgesucht…  Die Ruhe vor dem Sturm also? Es droht die nächste logistische Meisterleistung. Leute mit Transporter, LKW, Pritschenwagen – haltet euch bitte die Wochenenden frei.

Apropos logistische Meisterleistung. Im Laufe des Jahres sorgte die Anekdote rund um einen Koffer, der alleine eine Weltreise und in der Folge eines unrasierten Besitzers die Runde machte, sorgte in den Kursen für Belustigung. Das sorgte auch „Easy Rider“. Komisch, irgendwie wird immer nur über einen am Marktplatz gelacht. Obwohl, stimmt auch nicht so ganz. Denn es soll Leute geben, die sich auf den Besuch an der Tankstelle freuen und da mal so ne tiefe Nase nehmen. Das erklärt so einige Dinge, die in den Kursen vor sich gehen!

Und dann war da ja noch die erste Modenschau in neuen Räumlichkeiten – oder viel mehr – VOR neuen Räumlichkeiten. Und ein Kurs, der den Moderator dazu zwang, im dicksten Winterpulli bei gefühlten 43 Grad über den Laufsteg zu gehen. Und damit der nächste Beweis: In der Quernaht sorgt vor allem einer für gute Laune. By the way: einen Apfelkuchen habe ich dafür noch nicht gesehen!

Achja, es gibt einen Grund dafür, dass das schwedische Möbelhaus seltener besucht wurde. Die Prinzessin hat eine neue Masche: Onlineshopping! Merke: Wenn morgens das Handy klingelt sage im Halbschlaf niemals einfach nur „ja“. Es kann nicht gut enden. Also rein in die Jogginghose, rüber gelaufen und am liebsten auf dem Absatz kehrt gemacht. Da stehen einfach zwei Paletten vor der Tür, sodass man quasi gar nicht in die Quernaht kommt. „Ich dachte nicht, dass die so groß sind.“ Den Gesichtsausdruck mit dem unschuldigen Lächeln, jeder Kursteilnehmer dürfte wissen wovon ich rede…

In diesem Sinne: Hoffen wir, dass das blau-gelbe Möbelhaus mit den vier Buchstaben uns 2016 wieder öfter sieht. Da gibt’s wenigstens Hot Dogs und Softeis als Belohnung.

Marc-Thorben
Dezember 2015